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Davis Cup: Die Schweiz bezwingt den Libanon

Das Securitas Swiss Davis Cup Team wird seiner Favoritenrolle gerecht und gewinnt gegen das Team aus dem Libanon mit 3:1. Das Doppel mit Dominic Stricker und Marc-Andrea Hüsler sowie Henri Laaksonen im Einzel holen die entscheidenden Punkte in der Bieler Jan Group Arena. Somit tritt die Schweiz im Herbst in der Weltgruppe 1 an.

Es war schwierig, nach Tag 1 eine Tendenz abzulesen in der Begegnung zwischen der Schweiz und dem Libanon. Je ein Sieg stand beiden Seiten zu Buche, sodass die Ausgangslage vor den heutigen Partien offener nicht hätte sein können. An der Rollenverteilung fürs Doppel änderte das indes wenig. Dominic Stricker und Marc-Andrea Hüsler waren gegenüber Benjamin Hassan und Hady Habib klar zu favorisieren, gewann das Schweizer Duo doch letztes Jahr gemeinsam das ATP-Turnier von Gstaad und war auch im Davis Cup gegen Estland erfolgreich.

Mit Links zum Erfolg im Doppel
Mitte des ersten Satzes werden die Schweizer ihrer Favoritenrolle ein erstes Mal gerecht. Nachdem bis dahin fast alle Punkte an die Aufschläger gehen, breaken Stricker und Hüsler die Libanesen gleich zu null. Danach lassen die beiden Linkshänder nichts anbrennen. Marc-Andrea Hüsler serviert den Startsatz abschliessend souverän nach Hause. Es ist der gewünschte Auftakt nach Mass in den Tag für das Securitas Swiss Davis Cup Team.

Etwas komplizierter verläuft der zweite Durchgang. Benjamin Hassan und Hady Habib schnuppern jetzt ihrerseits an einem Break. Gelingen will den Libanesen aber trotz einiger Chancen keines. Und so muss das Tie-Break entscheiden. In dieses starten Stricker und Hüsler gleich mit einem Minibreak. Ein Vorsprung, den sie nicht mehr hergeben. Am Ende heisst es 6:4 und 7:6. «Es war kein einfaches Match. Im zweiten Satz gerieten wir vermehrt unter Druck, womit wir aber sehr gut umgehen konnten», freut sich Marc-Andrea Hüsler. Somit war die Basis für Henri Laaksonen (ATP 89) gelegt, um in seinem Einzel gegen Benjamin Hassan (ATP 325) alles klarzumachen.

Laaksonen macht den Sack zu
Dem Schweizer Teamleader gelingt der Start in die Partie ausgezeichnet. Früh nimmt er seinem Gegner den Aufschlag ein erstes Mal ab. Hassan weiss mit seinem Spiel zwar zu gefallen. Immer wieder streut der Libanese sehenswerte Stoppbälle ein. Doch Laaksonen ist der solidere Akteur, serviert ausgezeichnet und gerät nie wirklich in Bedrängnis. Der 29-Jährige gewinnt den ersten Satz diskussionslos mit 6:4.

Den ersten heiklen Moment hat der Schweizer zu Beginn des zweiten Satzes zu meistern. Er muss seinem Gegner mehrere Breakmöglichkeiten zugestehen, kann diese aber alle abwehren. Das Geschehen bleibt in der Folge ausgeglichen. Beide Spieler bringen ihre Servicespiele durch, was eine Entscheidung im Tie-Break nötig macht. Und hier behält der Favorit die Oberhand. Henri Laaksonen bezwingt Benjamin Hassan in zwei Sätzen und holt den entscheidenden Punkt für die Schweiz. «Ich wusste, dass es ein hartes Wochenende wird. Jetzt bin ich sehr glücklich, dass wir gewonnen haben», analysiert die Weltnummer 89 cool wie gewohnt.

Erleichterung bei Captain Lüthi
Somit schafft das Securitas Swiss Davis Cup Team, trotz Fehlstart am Freitag, den angestrebten Aufstieg in die Weltgruppe 1. Natürlich auch zur Freude von Captain Severin Lüthi: «Ich bin in erster Linie froh und erleichtert, dass wir gewonnen haben. Es war die erwartet harte Partie. Ich hoffe unsere jungen Spieler, konnten durch diesen Erfolg weiter an Selbstvertrauen gewinnen». Die nächste Begegnung bestreitet die Schweiz im September – der Gegner wird ihr Ende März zugelost.

> Zur Medienmitteilung von Swiss Tennis

(Bild: Davis Cup Schweiz-Libanon 2022 / Quelle: freshfocus.swiss)
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