Spatenstich vom 19. August 2021 des neuen Wohnheim Lindenfeld in Emmen

Heute fand der Spatenstich zum Bau des neuen Wohnheims Lindenfeld in Emmen statt. Regierungsrat Paul Winiker betonte in seiner Grussbotschaft die Bedeutung der Institution für den Kanton Luzern. Die Verantwortlichen und die Bewohner freuen sich sehr auf ein zeitgemässes Gebäude, welches den heutigen Anforderungen an eine moderne soziale Einrichtung entspricht.

Spatenstich vom 19. August 2021
Am heutigen Spatenstich überbrachte Regierungsrat Paul Winiker die Grüsse der Regierung und wünschte der Bauherrschaft gutes Gelingen bei der Erstellung des Ersatzneubaus. Regierungsrat Paul Winiker betonte, wie wichtig die Angebote des Wohnheims Lindenfeld für den Kanton Luzern sind.
Die Präsidentin, Yvonne Schärli, und der Heimleiter, John Hodel, dankten den involvierten Stellen und Fachleuten für die Unterstützung und die geleistete Planungsarbeit. Mit dem Spatenstich hat der Verein einen weiteren Meilenstein erreicht.
Philipp Röösli vom Architekturbüro Röösli & Maeder wies darauf hin, dass die örtlichen Rahmenbedingungen bei der Planung einige Herausforderungen beinhalteten.
Am schlichten Anlass in Emmen nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Behörden, Vereinsmitglieder, Vorstandsmitglieder, Nachbarn, Mitarbeitende und Bewohner teil.

Der Verein Wohnheim Lindenfeld und die Angebote
Der 1974 gegründete Verein Wohnheim Lindenfeld verfügt über zwei Leistungsverträge mit dem Kanton Luzern. Im Auftrag der kantonalen Kommission für soziale Einrichtungen (KOSEG) und unter Aufsicht des Gesundheits- und Sozialdepartementes (GSD) werden 32 Wohnplätze für Männer mit sozialen Schwierigkeiten und/oder psychischen oder physischen Beeinträchtigungen angeboten.

Weiter stehen im Auftrag des Justiz- und Sicherheitsdepartements (JSD) 14 Plätze für Eingewiesene aus dem Justizvollzug zur Verfügung (Halbgefangenschaft, Arbeitsexternat). Neben den stationären Justizangeboten begleitet das Wohnheim Lindenfeld auch Menschen im Wohnexternat und ist zudem Vollzugsstelle der Zentralschweizer Kantone für das Electronic Monitoring (elektronische Fussfesseln).

Der Verein Wohnheim Lindenfeld ist traditionell sehr eng mit dem Kanton und den Gemeinden verbunden. Mitglieder des Vereins sind der Kanton Luzern (Gründungsmitglied), das SOBZ Region Willisau-Wiggertal, die Gemeinden Altbüron, Ballwil, Büron, Ebikon, Emmen, Eschenbach, Flühli, Gisikon, Hildisrieden, Hochdorf, Horw, Kriens, Luzern, Malters, Nottwil, Reiden, Root, Rothenburg, Willisau, Schüpfheim, Wolhusen sowie der Fürsorgeverein für Straffällige Kanton Luzern. Ins Wohnheim aufgenommen werden Bewohner aus allen Kantonen, vorwiegend aus der Zentralschweiz.

Vorgaben des Kantons und des Bundes
Vor 44 Jahren wurde das durch einen privaten Verein geführte Wohnheim Lindenfeld eingeweiht. Nach intensiven Vorbereitungen beginnen im August 2021 die Bauarbeiten für einen Ersatzneubau. Das neue Gebäude entsteht unmittelbar neben dem alten Heim. Die Bauzeit wird rund 2 Jahre betragen. Nach der Errichtung des neuen Gebäudes wird der alte Bau abgerissen. Der Neubau entsteht unter folgenden Vorgaben des Kantons:

  • Die Anzahl Plätze und die Angebote bleiben unverändert.
  • Der Standort Emmen bleibt bestehen.
  • Die baulichen Vorschriften des Bundesamtes für Justiz werden eingehalten.
  • Es wird ein hohes Kostenbewusstsein vorausgesetzt.

Warum ein Neubau?
Mit dem Neubau sollen die heutigen Anforderungen an eine Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigungen und für Eingewiesene im integrativen Strafvollzug erfüllt werden. Die Nutzerbedürfnisse habe sich im Laufe der Jahre verändert. Zudem sollen die Erdbebensicherheit und die Haustechnik den neuen Vorgaben entsprechen.

All dies veranlasste die Vereinsverantwortlichen, verschiedene Vorgehensvarianten zu diskutieren. Der Vorstand beschloss einstimmig und mit Zustimmung der Vereinsversammlung einen Neubau am bestehenden Standort zu erstellen. Die zuständigen Stellen von Bund, Kanton und Gemeinde haben uns in unserem Vorhaben bekräftigt und unterstützt.

Kosten
Der Kostenvoranschlag für das Gesamtprojekt beträgt Fr. 19.38 Mio. Franken. Nach Abzug eines Beitrages des Bundesamtes für Justiz und der Eigenmittel ergibt sich ein Finanzierungskredit in der Höhe von ca. 15.3 Millionen Franken, der Verein Wohnheim Lindenfeld bei den Banken beschafft. Die Bauparzelle stellt der Kanton Luzern dem Verein im Baurecht zur Verfügung.

Zeitplan und involvierte Fachleute
Der Terminplan sieht einen Bezug des neuen Gebäudes im Sommer 2023vor. Wir können uns während der kommenden Umsetzung des Projekts auf kompetente Fachleute verlassen. Alle verfügen bereits über viel Erfahrung in vergleichbaren Bauprojekten. Die Realisierung des Siegerprojekts «embrasse-moi» aus dem Studienauftrag erfolgt durch das Architekturbüro ro.ma. roeoesli & maeder gmbh, Luzern. Das Kostenmanagement und die Bauleitung übernimmt die TGS Bauökonomen AG, Luzern. Die fachliche Begleitung des Projekts wird durch Beat Heuberger von der H+H Management GmbH, Luzern, gewährleistet.

Erdbebensicherheit und Haustechnik erneuert
Das neue Gebäude wird laut Mitteilung unmittelbar neben dem alten Haus entstehen. Nach der Errichtung des Neubaus wird das alte Gebäude abgerissen. Die Anzahl Plätze und Angebote bleibt unverändert. Grund für den Neubau seien neue Nutzungsbedürfnisse und Anforderungen. Zudem sollen Erdbebensicherheit und Haustechnik auf den neuesten Stand gebracht werden. Die Realisierung des Siegerprojekts «Embrasse-moi» aus dem Studienauftrag erfolgt durch das Luzerner Architekturbüro Roeoesli & Maeder.

(Quelle: Pressetext und Pressefoto zur Verfügung gestellt durch Wohnheim Lindenfeld, Emmen)
Gruppenfoto vom 19. August 2021, von links nach rechts:
Philipp Röösli (Architekt), Jörg Schumacher (Architekt), Beat Heuberger (Projektbegleitung), John Hodel (Heimleiter), Yvonne Schärli (Präsidentin), Paul Winiker (Regierungsrat) und Thomas Lehmann (Gemeinderat Emmen)
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