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BNP Paribas Zurich Open: Auf gutem Weg in die Zukunft

Zürich – Grundsätzlich positiv fällt nach den dritten BNP Paribas Zurich Open die Bilanz aus. Einziger Wermutstropfen ist, dass die Saalsporthalle nicht voll war.

«Organisatorisch war alles hervorragend», sagt Managing Director Beat Heuberger. Das Feedback von den Sponsoren sei sehr gut gewesen. Viel Lob habe es für das nochmals deutlich verbesserte Catering gegeben. «Alle Besucher in der Saalsporthalle waren sehr zufrieden, die grosse Herausforderung ist es nun, neue Fans anzulocken», sagt Heuberger.

«Der einzig negative Punkt ist, dass nur 11 100 Zuschauer gekommen sind», sagt Turnierdirektor Erik Keller. Die letzten zwei, drei Tage des Turniers müsse die Halle voll sein. 2750 Fans fasste die Saalsporthalle in diesem Jahr, immerhin 2700 waren zum Finaltag gekommen. «Dennoch bleibt bei einem Budget von drei Millionen Franken ein kleiner Gewinn übrig», sagt Keller. Rund 6000 Tickets gingen im Vorverkauf und an der Tageskasse weg, der Rest über die Sponsoren.

«Klar ist, es gibt im nächsten Jahr wieder ein Turnier», blickt Keller in die Zukunft. Sie seien bereits auf gutem Weg. «Alle wichtigen Verträge laufen aus, das war so geplant, wir wollten nach drei Jahren eine Standortbestimmung», sagt Keller. Inzwischen hätten sie bereits mit den wichtigsten Partnern gesprochen. Es sehe gut aus, dass alle dabei bleiben. «BNP Paribas und Securitas wollen weitermachen», sagt Keller. Ausserdem habe er eine Anfrage für das Titelsponsoring auf dem Tisch.

Doch noch ist vieles offen, auch der Ort. «Die einzige Konstante ist der Termin, nächstes Jahr im Frühling», sagt Keller. Bis Anfang Juni müsse der Entscheid fallen, wo in einem Jahr gespielt werde. Interesse habe Zug angemeldet. «Wir brauchen an zwei, drei Tagen ein wirklich volles Stadion», betont Keller. Nicht rütteln will er am Format, Champions und Talente an einem Turnier starten zu lassen. «Ich möchte die Zusammenarbeit der beiden Gruppen eher noch ausbauen, mehr Synergien schaffen», sagt Keller. Am Herzen liege ihm der Sport. «Wir haben den Umschwung schon eingeleitet, setzten tendenziell auf jüngere Spieler.» Keller sitzt als einer von drei Turniervertretern im fünfköpfigen Board der ATP-Champions-Tour und brachte den Vorschlag ein, dass ein Spieler nach Ende seiner Profikarriere ohne Wartefrist direkt zu den Champions wechseln darf. Wer noch nicht 35 Jahre alt ist, muss im Moment zwei Jahre pausieren. «Das gäbe uns die Möglichkeit, im nächsten Jahr eventuell Andy Roddick zu verpflichten, laut Gerüchten könnte der Ende Saison aufhören», sagt Keller. Sein Vorschlag werde nun geprüft. Kein Thema sei für ihn die Unterteilung der Champions in Alterskategorien. «Ich würde sowieso nur die jüngeren verpflichten.»

Dass mit Jimmy Connors ein grosser Name in diesem Jahr verletzt absagte, habe vielleicht ein paar Zuschauer gekostet, aber nicht entscheidend. Dafür sei das sportliche Niveau dank Carlos Moya höher gewesen. Keller hat nur einen Namen im Kopf, der er sehr gerne, aber auch nicht um jeden Preis, will: Andre Agassi. Doch dieser ist der teuerste aller Spieler auf dem Markt. «Wenn Agassi mit Steffi Graf kommen würde, der sechsfachen Turniersiegerin von Zürich, wäre das wohl ein Zuschauermagnet», rechnet Keller, der jedes Jahr drei, vier neue Champions präsentieren möchte. «Leider ist aber kein Schweizer in Sicht», bedauert er.

«Die Zurich Open sind ein super Event», schwärmt Jan Felgate, CEO der ATP-Champions-Tour. «Das Turnier ist hervorragend organisiert, die Spieler lieben es, alle wollen herkommen», sagt sie. Die Unterhaltung ist gut und der Sport hervorragend. Marat Safin gegen Mark Philippoussis im kleinen Final und Carlos Moya gegen Stefan Edberg als Endspiel, das sei doch sensationell. Dazu komme die Idee mit den Talenten, die sich von ihren Idolen inspirieren liessen. «Den Sponsoren bieten die BNP Paribas Zurich Open eine sehr gute Plattform», sagt Felgate und betont: «Das Turnier hat Zukunft».

(Bild: Zurich Open 2012 / Quelle: freshfocus.swiss, Andreas Meier)
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